Konzept

James Camerons „Avatar“ ist mit einem Einspielergebnis von beinahe drei Milliarden Dollar der erfolgreichste Film aller Zeiten, Videospiele wie „Grand Theft Auto V“ werden millionenfach verkauft und wenn ich mir die Boardgamegeek-Toplisten so anschaue, dann haben auch schon mindestens 45621 Menschen mal eine Runde „Siedler von Catan“ gespielt. Das ist schön, das ist gut, das darf gerne so sein. Wenn ich mir dann allerdings andererseits anschaue, dass großartige Filme wie „Dellamorte Dellamore“ gerade mal etwas über 13.000 IMDB-Bewertungen (und damit gerade mal etwa ein Hundertstel des Spitzenreiters „Die Verurteilten“) oder interessante Brettspiele wie „Dorn“, „Insula“ oder „The Ares Project“ lediglich ein paar hundert BGG-Votings haben, dann stelle ich da doch ein gewisses Ungleichgewicht fest.

Und an der Stelle komme ich ins Spiel, denn hier auf diesem meinem Blog mit dem Titel „StyxWest“ will ich in erster Linie zweierlei Dinge erreichen. Zum Einen möchte ich diese Plattform nutzen, um auf all die Filme, Brett- und Videospiele, Bücher und/oder CDs hinzuweisen, die die Zeit vergessen zu haben scheint. Einen Kontrapunkt setzen zu all den Infos und Rezensionen zu den aktuell angesagten Streifen und Games, mit denen man in den Weiten des Internets tagtäglich zugemüllt wird und an Alternativen erinnern, die man vielleicht noch nicht so auf dem Schirm hatte. Einfach dem oft und gerne gesehenen „Cult of the New“ entgegen wirken.
Zweitens – und das mag im Bezug auf den obigen Absatz etwas paradox klingen – lässt sich auf diese Art und Weise auch ganz gut mit dem klassischen „Früher war alles besser“-Klischee aufräumen. Ich räume hier von vorneherein ein, einige Filme, Bücher, CDs und Spiele, die ich hier besprechen werde, sind nicht unbedingt besonders gut. Ja, auch in früheren Zeiten gab es schon Mist auf der großen Leinwand oder der kleinen Mattscheibe, allerdings ist viel davon eben aus dem kollektiven medialen Gedächtnis der Welt verschwunden und nur die Klassiker haben überdauert. Damit gedenke ich in verschiedenen Reviews aufzuräumen und klarzustellen, dass auch unsere Eltern und Großeltern schon ziemlichen Schotter begutachten durften (vielleicht nicht in dem Ausmaß und Umfang, wie das heute der Fall ist, aber es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass Filme wie „Plan 9 from Outer Space“ oder „Manos: The Hands of Fate“ oft und gerne als die fürchterlichsten Entschuldigungen für Filme seit Menschengedenken genannt werden und die haben ja jetzt auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel).

Was nicht heißt, dass ich nicht auch mal einen hochbudgetierten Blockbuster oder ein AAA-Videospiel unter die Lupe nehmen werde. Ja, das Hauptaugenmerk von „StyxWest“ liegt auf den verborgenen Schätzen, die in so manchem Regal versauern, aber wenn ich etwas für besprechenswert halte, dann werde ich das auch tun. In diesem Sinne.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s